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Skizzen der Liebe von Hinako Takanaga   



Titel: Skizzen der Liebe

Autor: Hinako Takanaga

Zeichner: Hinako Takanaga

Genre: Anthologien, Romance/Zucker

 

Verlag: Tokyopop 2006

Ausgabe: Broschiert

Preis: 6,50 Euro

ISBN: 3865806651

Skizzen der Liebe von Hinako Takanaga
 

Inhaltsangabe:
Der Manga enthält vier Kurzgeschichten:
Die Titel gebende Geschichte "Skizzen der Liebe" handelt von Nagi Sasahara. Er arbeitet in einem Nachtklub und als Modell bei einer Kunsthochschule, um viel Geld zu verdienen, damit er sich in eine Frau umoperieren lassen kann. Denn nur so, meint er, kann er von einem Mann geliebt werden. Eines Tages verliebt er sich in den Kunststudenten Shinji Kaji, der seinen Entschluss zum Wanken bringt.
Die zweite und vierte Geschichte - "Über meine erste Liebe" - schildert die erste Liebe zweier Freunde - jeweils aus Sicht des einen und aus der des anderen erzählt.
In der dritten Geschichte - "Wünsche an die Sterne" - geht es um einen manchmal sehr stürmischen Schüler und seinen astronomiebesessenen Freund.

Persönliche Meinung:
Hinako Takanga hat in diesen Manga "zuckersüße" Geschichten vereinigt - wie sie selbst sagt, die zu verschiedenen Zeiten entstanden sind und unterschiedliche Qualität besitzen:
Die erste Geschichte gehört zu den One Shots, dessen Kürze ihm zum Verhängnis wird. Zwar wächst er einem schnell ans Herz, aber mindestens ein verhängnisvoller inhaltlicher Fehler erzeugt einen unangenehmen Beigeschmack. Leider verfällt die Mangaka in das Klischee, Transvestiten und Transsexuelle gleichzusetzen. Und auch Nagis Motiv sich in eine Frau umzuoperieren zu lassen, entspricht nicht den typischen Beweggründen für eine Geschlechtsumwandlung. Es fehlt auch jegliche tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema. Wobei das jedoch bei einer so kurzen Geschichte vielleicht noch nachgesehen werden kann. Zu den Pluspunkten von "Skizzen der Liebe" gehören aber eindeutig die Damen im Nachtklub, die sehr amüsant sind. Und auch der typische Zeichenstil von Hinako Takanaga und die wunderbar knuffige Figuren finden sich hier wie auch bei den anderen Geschichten.
Mir gefällt dennoch "Skizzen der Liebe" am besten, dicht gefolgt von "Über meine erste Liebe", eine bittersüße Geschichte, die sich angenehm von den anderen Geschichten abhebt. Im Gegensatz zu Scarabae bin ich deshalb vehement gegen eine Fortsetzung.
"Wünsche an die Sterne" ist die schwächste Geschichte. Zu einfach ist die Handlung gestrickt. Daraus hätte man ein wenig mehr machen können, ohne dass sie den Rahmen einer Kurzgeschichte sprengt.
Dem Leser mit Zuckergeschmack wird der Manga sicherlich gefallen. Die Geschichten wissen gut zu unterhalten, sind mal witzig, mal traurig und einfach zum Träumen. Man merkt auch, dass sich die Mangaka Gedanken gemacht hat. Der Inhalt wirkt nicht ganz so konstruiert wie bei manch anderen Manga. All zu viel Tiefsinn darf man jedoch nicht erwarten.

Liebe und Triebe:
Romantik und Sex vorhanden, aber nicht in jeder Geschichte.


Rezensent: Imani (Profil | Email)
 


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